Der Basenji
Der Basenji ist ein ganz besonderer Hund: Er bellt nicht, ist jedoch auch nicht stumm. Er erzeugt ein eigenartiges Geräusch-eine Mischung aus Lachen und Jodeln. Charakteristisch für ihn sind außerdem der stolz getragene Kopf mit Spitzohren und die gerunzelte Stirn, die auf der Kruppe schräg aufliegende Rute und der schnelle, ausgreifende, unermüdliche, federnde Schritt. Als weitere Eigenart gilt seine peinliche Sauberkeit; er pflegt sich wie eine Katze. Seine „Gespräche” unterstreicht dieser selbstbewusste, charmante Hund durch fröhliches Schwanzwedeln. Wenn etwas seine Aufmerksamkeit erregt-was ständig geschieht-, spitzt er sofort die Ohren und kraust die Stirn. Das verleiht seinem Gesicht einen verwunderten Ausdruck von unwiderstehlicher Komik.
Der Basenji ist seit Jahrhunderten in Zentralafrika bekannt und beliebt und stellt, das ist sicher, eine sehr alte Rasse dar. Hunde dieser Art wurden offenbar in Ägypten für die Niederwildjagd ausgebildet. Mit einer Holzglocke um den Hals treiben sie das Wild in aufgespannte Netze. In Gräbern aus der Zeit um 3600 v. Chr. hat man Darstellungen eines Tieres gefunden, das dem heutigen Basenji erstaunlich ähnelt. Die Archäologen nennen ihn übrigens Cheops-Hund nach dem Pharao, der die Pyramiden von Gise erbaute.
Mehr war über ihn nicht bekannt, bis der deutsche Afrikaforscher Dr. Georg Schweinfurth 1869 in einem damals noch wenig bekannten Gebiet zwischen Sudan und Kongo Basenjis sah. Die Eingeborenen, die ihn mit großer Sorgfalt aufziehen, verwenden ihn als Spürhund im Busch und als Bewacher ihrer Dörfer und Lager.
Da er einen sehr guten Geruchssinn besitzt, wird er auch hier für die Jagd benutzt. Der ruhige, anhängliche, intelligente Basenji eignet sich auch gut als Familienhund. Obwohl mitunter durchaus eigenwillig, gehorcht er im allgemeinen seinem Herrn, schon allein, um ihn, „um die Pfote zu wickeln”.
Er ist in Zentralafrika inzwischen fast ausgestorben, in Großbritannien und in den USA erfreut er sich als Begleithund großer Beliebtheit.
Zur Geschichte des Basenji:
Als in den zwanziger Jahren Mrs. Olivia Burn, die Frau eines englischen Kolonialbeamten im Kongo ihren Gatten auf seinen Reisen begleitete, fielen ihr die Hunde der Buschmänner besonders auf. Als passionierte Pferde- und Hundekennerin kaufte sie alsbald den Zwergmännern eine Meute dieser Hunde ab und züchtete sie in England (1936/1937) sehr erfolgreich. Sie war es auch, die aus der Rikon-go-lingua-franca der Eingeborenen den Namen „das kleine Bush-Ding” auf Basenji abwandelte und international einführte. Der Basenji wurde allein durch Zuchtwahl veredelt.
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