Hovawart
Der Hovawart
Es passiert Hovawartbesitzern nicht selten, dass sie auf Spaziergängen mit ihrem Hund angesprochen werden: Schön sei das Tier ja, heißt es dann, aber leider eben ein Mischling. Obwohl der Hovawart mittlerweile seit über 60 Jahre als Rasse anerkannt ist, blieb er in Deutschland seiner Heimat, weitgehend unbekannt.
Er besticht durch seine Größe und seinen kräftigen Körperbau. Dabei ist er nicht plump, im Gegenteil, seine Bewegungen sind elegant und geschmeidig. Seine Treue und sein großer Mut befähigen ihn, sowohl die Familie als auch das Haus und Grundstück gegen jeden Eindringling wirksam zu verteidigen.
In der Familie jedoch zeigt er sich stets als liebenswerter, angenehmer Kamerad. Er ist anhänglich, kinderlieb und stets darauf bedacht, Kontakt zu allen Familienmitgliedern zu halten. Er wird dabei nicht lästig und verhält sich im Haus ruhig.
Der Hovawart hat so gute Eigenschaften, das er vielseitig ausgebildet werden kann. Was er einmal gelernt hat, sitzt fest verankert, und wenn man ihm Aufgaben stellt, führt er sie freudig aus.
Größe: Rüde 64-70 cm, Hündin 58-65 cm
Gewicht: Rüde ca. 40 kg, Hündin ca. 30 kg
Zur Geschichte:
Sein Name verrät was er früher einmal war: Hofwächter, Hofwart. In mittelalterlichen Schriften wird der Hovawart zu den Hunden gezählt, für die man bei Diebstahl oder Tötung Ersatz leisten musste.
Noch 1473 zählte er zu den fünf edlen Hundearten. Dann allerdings starb die Rasse gänzlich aus. Erst in den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts hat man aus Bauernhunden im Schwarzwald, Hartz und Odenwald durch Einkreuzung verschiedener Hirten- und Hütehunde den Typ Hovawart wieder herausgezüchtet, wie er durch verschiedene Überlieferungen zu erkennen war.
1936 wurde der Hovawart als Rasse anerkannt, und 1964 nahm man ihn als siebte Rasse zu den Gebrauchshunden auf.
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