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Neufundländer

Der Neufundländer

leonberger welpen Dieser gewaltige Hund mit dem massigen Kopf und den sanften Augen beeindruckt durch seine ruhige Kraft - dadurch wurde der Neufundländer in allen Ländern der Welt der Inbegriff für Ergebenheit und Mut.
Im 19. Jahrhundert erkannten französische Fischer seine Fähigkeiten und brachten ihm das Seemannsleben bei. Sie setzten ihn ein, wenn Schiffbrüchige gerettet werden mussten; seine Tagesarbeit aber war, Fische einzusammeln, die durch die Maschen der Netze geschlüpft waren. Nicht selten konnte man einen Neufundländer sehen, der 25-30 Fische holte, sobald die Boote beidrehten. Außerdem half er, im Wasser Netze zu schleppen.

Eine Anekdote bezeugt sein Talent als Fischer. Vor 150 Jahren sah sich in Großbritannien der Herzog von Tankerville gezwungen, gegen den Neufundländer des Grafen von Home eine Prozess anzustrengen. Dieser Hund war ein Meister in der Kunst des Lachsfangs: Er fischte mit Eifer den Fluss leer, der durch das Gebiet des Herzogs floss. Der Hund lauerte an einer Staustufe, die es den Lachsen ermöglichte, stromaufwärts zu schwimmen, und fing sie am Durchfluss. Er fraß sie nicht auf, sondern legte sie am Ufer in einer Reihe ab. Trotz der 10-20 Lachse, die er jeden Vormittag schlug, fiel der Urteilsspruch des Gerichts zu seinen Gunsten aus.


Auf der Insel, deren Namen er trägt, wurde der Neufundländer früher als Zughund eingesetzt; man spannte ihn vor Schlitten. Gegen Ende des letzten Jahrhunderts besorgte er auch den Posttransport zwischen den einzelnen Ansiedlungen auf der Insel. In Kanada war der Neufundländer gleichermaßen sehr geschätzt und wurde als Hund für alle möglichen Aufgaben verwendet: Er jagte, hütete Herden und Häuser und zog auch Karren.
Die Ausbildung des Neufundländers zum Rettungshund ist leicht. Seine Liebe zum Wasser und seine Intelligenz machen es ihm möglich, sich wirklich sehr schnell die verschiedensten Rettungsmanöver anzueignen. Auf Befehl oder Zuruf kommt er Schiffbrüchigen zu Hilfe, bringt sie an Land, kann ein abgetriebenes Boot ziehen und vom Ufer oder einem Schiff aus ins Wasser springen.
In der Familie ist er ein friedfertiger, gutmütiger und bezaubernder Hund. Er verträgt sich sogar mit Katzen; nicht selten sieht man ihn voller Hingebung junge Kätzchen lecken - und das unter dem unbesorgten Blick der Mutter. Er ist lieb, sanft, bellt nicht grundlos, was ihn aber nicht daran hindert, ein guter Wachhund zu sein.
Neufundländer Der Neufundländer ist von bewährter Treue, seinem Herrn tief ergeben, und darum erträgt er es nicht, wenn er von ihm getrennt wird oder in andere Hände kommt. Da er sehr verspielt ist und ausgelassen sein kann, ist er auch ein lustiger Gefährte für Kinder; er versteht sich ausgezeichnet mit ihnen und beschützt sie instinktiv. So viele Charaktervorzüge haben den englischen Dichter Lord Byron veranlaßt, ihn in einem knappen, aber beredten Satz zu loben: “Der Neufundländer hat alle Tugenden des Menschen, aber keinen seiner Fehler!”.

Zur Geschichte:

Der Neufundländer ist vermutlich einer der wenigen ureingesessenen Hunde des nordamerikanischen Kontinents. Nach Meinungen einiger Autoren soll der Neufundländer von großen schwarzen Hunden abstammen, die der norwegische Seefahrer Leif Eriksson mitgebracht habe. Eriksson erreichte im frühen 11. Jahrhundert die Ostküste Nordamerikas.
Andere wiederum meinen, er sei aus einheimischen Labradors und eingeführten nordischen Hunden hervorgegangen, die im 18. Jahrhundert von Seefahrern eingeführt worden seien. Man sagt auch, er habe Blut vom Bernhardiner, ja sogar vom Pyrenäenberghund, den baskische Fischer mitgebracht hätten. Indessen scheinen ihn die Indianer schon 1000 Jahre v. Chr. gekannt zu haben, denn man hat in Gräbern von Indianerhäuptlingen aus dieser und sogar früheren Epochen Knochenreste von ihm gefunden. Wie dem auch immer sei, der Ursprung der Rasse bleibt unbestimmt. Der erste Zuchtverein für Neufundländer wurde 1886 in Großbritannien gegründet.

Größe: Rüde 71 cm, Hündin 65 cm
Gewicht: Rüde 50-69 kg, Hündin 40-50 kg

Hunde mit Schwimmhäuten
Der Neufundländer hat zwischen den Zehen eine Haut, die bis zum zweiten Glied reicht. Sie hält die Ballen auseinander und bildet aus der Fußsohle eine Fläche, die dem Hund beim Schwimmen große Geschicklichkeit verleiht.
Doch der Neufundländer ist nicht der einzige Hund, der diese Besonderheit aufweist: Auch andere Wasserhund haben sie, z.B. der Labrador; aber man nimmt an, dass die Gene des Neufundländers den Ursprung für die europäischen Rassen mit Schwimmflossen-Pfoten darstellen.

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Der Autor und der s4d dog-blog.

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