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Whippet

Der Whippet

Whippet Dieser Hund war vor 30 Jahren in Mitteleuropa praktisch unbekannt. Mittelgroß, wie er ist, erschient er zunächst wie der genaue verkleinerte Nachbildung des großen englischen Windhunds, des Greyhounds. Das scheint allerdings nur so. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man in ihm einen Windhund von eigenem Typus und sehr ausgewogenem Bau: Sein Körper ist kürzer als der des Greyhounds, sein Kopf länger und deutlich breiter, die Rückenlinie ist nicht die gleiche, und er ist im ganzen gedrungener.

Er wurde fürs Laufen gezüchtet, und so ist nichts an ihm überflüssig, kein Haar, kein Gramm Fett. Er vermittelt den Eindruck von schön ausgewogener Muskelkraft und Stärke, verbunden mit großer Grazie und Eleganz der Linie. die Harmonie der Umriss, di gleich unter der Haut sich abbildenden Muskeln und die kraftvolle Gangart sind seine Hauptmerkmale.

Ein wenig geschultes Auge könnte ihn auch mit dem Italienischen Windspiel verwechseln, aber dieser Hund ist deutlich kleiner und hat eine weniger auffällige Muskulatur. Außerdem ist das Windspiel natürlichen Ursprungs, während der Whippet ein Geschöpf des Menschen ist, das kaum 100 Jahre alt ist. Der Whippet ist das Werk Minen- und Fabrikarbeiter Nordenglands, die nicht über die Mittel verfügten, sich für die Jagd auf Hasen und Kaninchen einen Greyhound zu halten.

Sie züchteten sich diesen hinsichtlich Nahrung und Körperpflege wenig anspruchsvollen Hund heran. Am Feierabend veranstalteten sie zu ihrer Entspannung in einem geschlossenen Gelände und auf geraden Bahnen Kaninchenjagden, bei denen Whippet die Terrie mehr als nur ersetzte. Bald wurde er der Spezialist der Rennbahn: Parcours von 350 m verschlingt er nur so, und er kann eine Spitzengeschwindigkeit von 55 bis 65 km/h erreichen.

Als der Whippet entwickelt wurde, ging seine Popularität nicht über die Bergbaugebiete hinaus. Damals hatte er noch Stehohren, was für die Jagd oder Rennen unerwünscht ist.

Manche Fachleute meinen, sein Name komme vom englischen whappet, was kleiner Kläffer bedeutet; andere wiederum sind der Ansicht, er leite sich von whip it her, einem unter Wetter im Viktorianischen Zeitalter üblichen Ausruf, den man folgendermaßen übersetzen könnte: “Gib die Peitsche”, ein Zuruf, mit dem nun die Hunde angetrieben werden sollten; andererseits ist whippet die Verkleinerungsform von whip, Peitsche, und diese führt schnelle Bewegungen aus. Das große Sprungvermögen des Whippet und seine Geschicklichkeit beim Kurvennehmen, wenn er schnell und ausdauernd Wildkaninchen jagte, brachten es mit sich, dass er auch snapdog, das heißt “Schnapphund”, genannt wurde.

Indessen hindern ihn seine Qualitäten als Jäger und Läufer nicht daran, ein wunderbarer, wenig Platz beanspruchender Gesellschaftshund zu sein, der sanft, ruhig, elegant ist. Außerdem ist er ein liebenswerter Gefährte für die Kinder. Am liebsten liegt er auf einem erhöhten Platz, einem Sessel etwa, von dem aus er genüsslich beobachten kann, was um ihn herum passiert.

whippet welpe

Größe: 44 bis 47 cm
Gewicht: 9,2 bis 9,6 kg

Zur Geschichte des Whippet

Im allgemeinen sind Windhunde edler Herkunft, denn man schreibt ihnen die ältesten und berühmtesten Herren der Geschichte zu. Der Whippet ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Er wurde nicht in einem Fürstenpalast oder im Zelt des Scheichs geboren, vielmehr wurde er vor nunmehr 100 Jahren von den Minen- und Fabrikarbeitern Nordenglands gezüchtet, wo er Hasen jagen und die Fox Terrier bei der Kaninchenjagd ersetzen sollte, die damals in jenen Landstrichen sehr beliebt waren.

Er ist aus einer wohlüberlegten kundigen Blutmischung hervorgegangen: Der Greyhound hat ihm den Umriss gegeben, verschiedene Terrier, namentlich der Fox und der Bedlington, den schönen Wuchs und die Ausdauer und das Italienische Windspiel den eleganten und vornehmen Gang. Seine endgültigen Merkmale sind dank wiederholter Erprobungen festgelegt worden, und 1892 öffnete ihm der Kennel Club seine Bücher.

Noch elf Jahre zuvor schrieb Vero Shaw in seinem Book of the Dogs, das der Whippet “wesentlich ein regionaler Hund ist, über die Grenzen der Northern Counties hinaus von geringem Wert”. Seitdem aber hat sein Ruf sich weit über die Grenzen Englands hinaus verbreitet. Dieser Hund ist heute in den Vereinigten Staaten sehr beliebt, und in Mitteleuropa, besonders aber in Frankreich, ist er zum König der Hunderennbahnen geworden. Vom “Armeleutewindhund” wurde er zum “Taschenathleten”.

Hello World

Der Autor und der s4d dog-blog.

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